Meine ESC-Nachlese Teil 1

Das war also der Eurovision Song Contest 2011. Was für eine Woche! Ich war zum ersten Mal in meinem Leben live dabei. Es war ein Erlebnis bei allen drei Shows in der Arena live dabei zu sein. Die Stimmung war unglaublich. Vor allem im mit 35.000 Menschen voll besetzten Finale. Der Jubel, die Stimmung und die Freude in der Halle war grandios.

Als ich zum ersten Mal zum ersten Semifinale am vergangenen Dienstag in die Arena kam, war ich von der Kulisse schwer beeindruckt. Da der Kartenvorverkauf für die Semifinale nicht gut gelaufen war, wurden die oberen Ränge, für die ich auch Karten hatte, nicht geöffnet. Gekaufte Karten wurden gegen bessere Plätze in den näher zur Bühne liegenden Ränge umgetauscht. So kam ich in den Genuß einer großartigen Sicht von Links auf die Būhne.

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Der Knaller war natürlich die gigantische LED Wand, die jeden Beitrag individuell mit Licht und Grafik begleitete. Dazu kam eine fantastische Ilumination in der gesammten Halle, auf der Bühne und zwischen den Zuschauerblöcken. Dazu gab es auch noch Pyrotechnik satt. Diese kam im ersten Semi zum ersten Mal beim Beitrag von Armenien zum Einsatz.

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Im letzten Drittel des Liedes schossen circa ein Duzent etwa 7 Meter hohe Feuersäulen aus dem Rand der runden Bühne. Die Hitze, die das Feuer verbreitete war auf meinem von der Bühne etwa. 30 Meter entfernten Platz noch deutlich zu spüren. Wie heiß muss das erst auf der Bühne gewesen sein.

Zuerst hatte ich Bedenken, dass die Stimmung in der Halle nicht so gut sein würde, weil nicht ausverkauft. Aber das war ganz und gar nicht so. Spätestens mit dem zweiten Act aus Norwegen (Haba Haba) tobte die Halle. Ab da wurde bei fast jedem Beitrag gejubelt, mitgesungen und mitgeklatscht. Die ganze Show war eine Wahnsinnsparty.

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Faszinierend war auch zu beobachten, was der Fernsehzuschauer nicht sieht, was während der Show hinter den Kulissen passiert. Die einzelnen Länderauftritte werden ja jeweils mit einem 30-Sekunden-Video eingeleitet den sogenannten „Videopostkarten“.

In diesen 30 Sekunden flitzen etwa zwei Dutzend Helfer auf die Bühne, bauen die Requisiten vom letzten Act ab und für den nächsten Act auf. Dazu müssen Rampen zur Bühne aus- und eingefahren werden, um große Teile in einem halsbrecherischen Tempo von und auf die Bühne zu rollen. Je nach dem, muss die Bühne noch geputzt werden oder Brandschutzstoffe als Schutz vor der Pyrotechnik ausgelegt oder eingerollt werden. Ach ja, die jeweiligen Künstler müssen auch noch ihren Platz auf der Bühne finden.

Die richtigen Positionen für Requisiten, Instrumente und Sänger werden übrigens per Laser auf der Bühne markiert. Ebenso werden die Sekunden bis zum Auftritt per Laser auf die Bühne projiziert, damit die Künstler wissen wann ihr Einsatz beginnt.

Auch die Kameratechnik ist spannend zu beobachten. Da gibt es die Spider-Cam, die an Drahtseilen hängt und durch die ganze Halle „fliegen“ kann, dann Kamera-Kräne links und rechts von der Bühne, eine Kamera auf Schienen direkt an der Bühne und mehrere feste Kameras in den Rängen.

Einen Hammerjob machen aber die Jungs mit den Staedycams. Es gibt zwei davon. Jede wird von zwei Männern bedient. Einer hat ein etwa 30 kg schweres Gestell mit der Kamera umgeschnallt, der andere regelt per Fernbedienung die Bildschärfe und führt den Träger der Kamera. Der ist nämlich ziemlich sichtbehindert, muss aber auf und von der Bühne sprinten, um die Sänger rumlaufen und das teilweise rückwärts. Wahnsinn!

Hier gibt es ein Video von Duslog mit einem Interview des Steadycam Manns beim ESC

Musikalisch fand ich das erste Semi nicht so stark wie das zweite. Meine (wenigen) Favoriten in diesem Semi kamen alle weiter.

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