Das Verlorene Symbol und die verlorene Spannung

Vor ein paar Wochen habe ich mir „Das verlorene Symbol“ von Dan Brown als Hörbuch zu Gemüte geführt. Der dritte Roman mit dem Harvard Professor Robert Langdon ist der bisher schwächste Roman der Serie. Das erste Viertel der Geschichte beginnt recht zäh, nimmt dann aber Fahrt auf, nur um kurz vor dem Ende schlapp zu machen. Die letzten 20 % der Geschichte hätte man sich sparen können. Auch fällt die Auflösung am Schluss sehr unbefriedigend aus.

Um was geht es? Robert Langdon wird unter einem Vorwand nach Washington DC gelockt, um sich kurz darauf auf die Jagd nach seinem entführten Freund Peter Solomon zu machen. Der wurde von einem (mal wieder) Wahnsinnigen entführt, der sich (mal wieder) für den Retter oder Erleuchter oder Recher oder was auch immer der Menschheit hält.  Bei der üblichen Schnitzeljagd quer durch Washington, dienen dieses Mal Mythen und Tatsachen rund um die Freimaurer als Hinweise. Natürlich ist auch wieder recht schnell eine Frau an Langdons Seite, dieses Mal die Schwester des Entführten. Natürlich ist ihm auch dieses Mal die Staatsmacht auf den Fersen, dieses Mal das FBI. Das Ganze wäre ja wie immer ganz unterhaltsam, als Hörbuch gut für lange Autofahrten, wenn Dan Brown nicht das Hohelied auf die edlen Freimaurer anstimmen würde.  Stellenweise langweilt das salbungsvolle Gesülze über die Freimaurer nur, irgendann wird es nervig und ärgerlich, wie sehr Brown die Freimaurer glorifiziert. Ich muss sagen, der Knaller ist der Roman wirklich nicht geworden.

Ich habe übrigens die ungekürzte Fassung gehört, die es so nur exklusiv bei Audible gibt. Vielleicht ist die gekürzte und damit gestraffte Version, die es im Buchhandel gibt besser.

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