Abschreckung

Aus Spiegel online: Alberne Frisuren für Kambodschas Gangster

Im Kampf gegen das grassierende Bandenwesen in Kambodscha greift die Polizei zu ungewöhnlichen Mitteln: Beamte verpassten drei ertappten Kriminellen alberne Haarschnitte, ließen die Übeltäter fotografieren und die Bilder in der Zeitung veröffentlichen. Phom Penh – „Es gibt kein Gesetz, das sagt, dass wir das nicht tun dürfen“, sagte heute ein Polizeisprecher in der Grenzprovinz Koh Kong, wo die Methode zum ersten Mal angewendet wurde. „Wir müssen sie schließlich gut erziehen“, fügte er hinzu. Im Fall der drei Bandenmitglieder hatten die Polizisten ihnen zuerst einen breiten Streifen Haare entlang des Mittelscheitels herausgeschoren. Die Haare an den Seiten des Kopfes wurden so gebürstet, dass sie wie bei einer Clownsfrisur steil aufragten. Erst vor kurzem hat auch die Regierung Nordkoreas das Haar als Politikum entdeckt: Langhaarige Männer werden aufgefordert, ihr Haar in „sozialistischer Manier“ fünf Zentimeter kurz zu tragen. Die hirnrissige Begründung: Lange Haare behinderten die Gehirnaktivität, weil sie den Nerven Sauerstoff entzögen. Warum es Frauen dann allerdings immer noch erlaubt ist, ihre Haare lang zu tragen, bleibt unklar.

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